5 Gründe, warum Ihr Baby in der Nacht aufwacht - Süsse Babyträume

“Nicht schon wieder!” Ich zog mir die Bettdecke über den Kopf, um die Geräusche meiner kleinen schreienden Tochter zu dämpfen. Ich war völlig erschöpft. Mein Baby wachte alle 40 Minuten in der Nacht auf – es war 1 Uhr morgens und ich war seit 22 Uhr, als ich ins Bett ging, jetzt schon 4 Mal wach. “Kannst du bitte gehen?” flehte ich meinen Mann an. Er stolperte aus dem Bett und versuchte, sie ohne Erfolg zu beruhigen. Ich gab nach, stillte sie und legte sie wieder ins Bett. Verzweifelt versuchte ich wieder möglichst schnell einzuschlafen um meine nächsten 40 Minuten Schlaf zu bekommen, bevor der ganze schreckliche Zyklus wieder von vorne beginnen würde…..

Können auch Sie sich mit einem Aspekt dieser Situation identifizieren?! Schaukeln/stillen in den Schlaf? Häufiges erwachen in der Nacht? Erschöpfung und Schlafentzug? Vor jetzt fast 6 Jahren war ich genau in dieser Situation – kurz danach verbrachte ich ein Paar Tage im Spital weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich leidete unter schwerem Schlafentzug und postpartaler Depression.

Damals, in den Anfangsschuhen der Mutterschaft, habe ich mich jeden Tag gefragt: “WARUM?! Warum zum ?!*% wacht sie so oft auf?!” Ich wünschte, ich könnte in der Zeit zurückgehen und mir selber einige der Tipps geben, die ich jetzt als Schlafcoach kenne. Ich weiß genau, dass ich viele der Schlafprobleme meiner Tochter hätten vermeiden können, wenn ich besser informiert gewesen wäre.

Bei vielen der schwierigen Erfahrungen die man im Leben so durchmacht erkennt man erst im Nachhinein einen Silberstreif am Horizont. Hätte ich diese schwierige Zeit nie durchgemacht so wäre ich auch heute nicht hier um Ihnen diese Tipps und Informationen zu geben, die ich damals hätte hören müssen. 

Warum wachen Babys nachts häufig auf und was kann man dagegen tun?

Warum wachen Babys nachts häufig auf? Hier sind 5 hauptgründe für Nachtaufwachen und wie Sie diese verhindern oder reduzieren können.

Hunger:

Ein offensichtlicher Grund, warum Babys in der Nacht aufwachen ist, weil sie hunger haben! Babys haben sehr kleine Mägen, ganz besonders wenn sie noch klein sind. Neugeborene ernähren sich in der Regel alle 2-3 Stunden während dem Tag und auch in der Nacht.

Die meisten Babys benötigen bis etwa 9-12 Monate noch mindestens eine Fütterung in der Nacht. In diesem Alter deckt die Festnahrung zunehmend den Nährstoffbedarf des Kindes ab, so dass Milchnahrung während der Nacht nicht mehr benötigt wird. Das bedeutet, dass wir innerhalb des ersten Jahres einen Fortschritt sehen sollten, von einer Fütterung welche alle 2-3 Stunden stattfinden muss bis hin zu gar keiner Fütterung mehr mit 12 Monate.

Wenn also im ersten Jahr eine Schlaf Regression eintrifft und Ihr Baby jetzt alle 1-2 Stunden aufwachte können wir davon ausgehen, dass dies nicht daran liegt, dass Ihr Baby hunger hat. 

Übermüdung:

Ich dachte mir immer, dass wenn ich mein Baby nur genügend müde machen würde, es dann mehr schlafen würde. (Zumindest war dies das, was mir in meinem Zustand am meisten Sinn machte, oder nicht war?!)

Übermüdung ist eine der Hauptursachen für häufiges aufwachen in der Nacht! Zu wenig Schlaf stimuliert die Produktion von Stresshormonen, die dafür verantwortlich sind, uns wach und aufmerksam zu behalten. Auch wenn das Baby einen natürlichen biologischen Antrieb zum Schlafen hat, können diese zusätzlichen Stresshormone bei Übermüdung dazu führen, dass Ihr Baby nur schwer einschlafen kann.

Auch die Übergänge von einer Leichtschlafphase zur nächsten können durch Übermüdung gestört werden. Wussten Sie, dass Nachtschrecken mit Übermüdung zusammenhängen können? Ich kann Ihnen gar nicht sagen, mit wie vielen Familien ich zusammengearbeitet habe, welche ein Kind hatten, welches mit häufigen Nachtschrecken oder dem Aufwachen in der Nacht zu kämpfen hatten. Sobald wir die Tagesroutine wieder auf Kurs gebracht hatten und das Baby nun genug schlaf bekam, VOILA! Die Nachtschrecken waren weg!

Zu kalt oder zu heiß:

Babys haben nicht die Fähigkeit, ihre Körpertemperatur sehr gut selbst zu regulieren. Wenn sie also unter- oder über bekleidet sind, oder das Schlafzimmer zu kalt oder zu heiß ist, werden sie wirklich Schwierigkeiten haben, gut zu schlafen. Die Körpertemperatur Ihres Babys ist während dem leichten Schlaf am frühen Morgen (zwischen 4-6 Uhr morgens) am tiefsten was zu einem häufigen Aufwachen in dieser Zeit führen kann.

Versuchen Sie die Raumtemperatur zwischen 18-21 Grad Celsius zu halten. Ziehen Sie Ihrem Baby lieber mehrere Kleiderschichten an anstatt eine warme Decke zu verwenden. Wenn Sie auf die Temperatur achten, sollte dies Ihnen helfen.

Entwicklung:

Wussten Sie, dass ein Baby seine neuen Bewegungen im Schlaf übt?!! Sie haben richtig gehört! Wenn ein Baby lernt zu rollen, aufzusitzen, zu krabbeln, sich an Möbel aufziehen oder gar zu gehen macht sein Gehirn Überstunden um neue Verbindungen im Gehirn zu schaffen damit es diese Fähigkeiten entwickeln kann.

Viele dieser Prozesse geschehen in der Nacht zwischen 1-3 Uhr! Diese Vorgänge können zu einer Schlaf Regression führen, und das zu Recht. Stellen Sie sich vor Sie sind in Ihrem Bett eingeschlafen und wachen später stehend auf der Seite Ihres Ehepartners auf und wissen nicht wie Sie dahin gekommen sind! Sie wären auch ein wenig aus dem Häuschen könnte ich mir vorstellen. So ist es auch bei Babys, wenn diese neue motorische Fähigkeiten erlernen. Das Gehirn gibt dem Körper impulse und treibt diesen zu fast unkontrolliertem Üben an. Dies kann natürlich zu häufigem aufwachen in der Nacht oder schwierigkeiten beim einschlafen führen.

Diese Entwicklungsphase sollte jedoch höchstens 2-4 Wochen dauern. Wenn das häufige Aufwachen länger andauert, dann ist es höchst wahrscheinlich kein Entwicklungssprung, sondern etwas anderes das den unruhigen Schlaf verursacht.

Schlaf Assoziationen:

Die Hauptursache für häufiges nächtliches Aufwachen, welches ich bei der Arbeit mit Familien sehe ist, eine nicht hilfreiche Schlaf Assoziation. Dies ist übrigens auch der Grund warum meine 5 Monate alte Tochter oben in der Geschichte alle 40 Minuten in der Nacht aufgewacht ist!

Besonders nach dem Alter von 4 Monaten sind sich Babys sehr bewusst, wie sie einschlafen. Dies führt zu einer tief verwurzelten Gewohnheit oder Assoziation, auf welche sie dann eingestellt sind und welche sie dann brauchen um einschlafen zu können. Wenn das Baby nicht in der Lage ist, relativ selbständig einzuschlafen, dann wird es in jeder leichten Schlafphase während der Schläfchen (alle 40-45 Minuten) oder in der Nacht (alle 2-4 Stunden nach 3-4 Monaten) die gleiche Hilfe verlangen. 

In meinem obigen Beispiel schlief meine Tochter entweder mit dem Schnuller oder an der Brust ein. Sie hatte also eine starke “an etwas saugen zum einschlafen”  Assoziation. Aus diesem Grund konnte sie ihre Schlafzyklen während den Schläfchen nicht verbinden und hatte so keinen erholsamen Schlaf. Dies war nicht der einzige Grund, auch ihre Schlafenszeit am Abend war zu spät und ihre Wachzeiten zwischen den Schläfchen waren zu lang. Sie war also völlig übermüdet! Aus diesem Grund schlief sie mir auch so leicht an der Brust ein, einfach weil sie so Müde war, wachte dann aber immer wieder in der Nacht auf um wieder gestillt zu werden.

Ich weiß, Sie möchten unbedingt wissen wie alles geendet hat! Wann ist die Veränderung eingetroffen, die mich dazu gebracht hat mich selber zum Schlafcoach ausbilden zu lassen?!  

Nun, es war so: Als meine Tochter 11 Monate alt war, suchten wir Hilfe bei einem professionellen Schlafcoach für Babys und Kleinkinder und gingen folgende Themen an: 

 

  • Wir passten ihre Ernährung an, um ihr tagsüber ausreichend Kalorien zu geben, so dass sie nachts keinen Hunger hatte.
  • Verbesserten ihre Schlafumgebung, um diese schlaf freundlicher zu gestalten. 
  • Wurde Informiert wie sich Entwicklung und Bewegung auf den Schlaf auswirken. 

 

UND

 

  • Wir entwöhnt sie von der Saug-Schlaf-Verbindung.

 

Und wissen Sie was?! Innerhalb von 3 Tagen nach der Umsetzung des neuen Schlafplans (und mit weitaus weniger Tränen als erwartet!!!) schlief meine Tochter die Nacht durch. Ganze 12 Stunden. Ich fühlte mich wieder wie eine normale Frau und eigentlich auch wie eine neue Mutter! Mein Baby war ausgeruhter, und ich war entspannter und geduldiger, und wir hatten viel mehr Spaß zusammen, als noch zuvor wo wir beide müde und launisch waren.

Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden und Sie sich diesbezüglich mit uns unterhalten wollen wie Sie Ihr Baby dazu bringen können weniger häufig in der Nacht aufzuwachen, dann buchen Sie Ihre Kennenlerngespräch bei uns!

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